Dann tränkst Du mir den dürren Wald...


"Dann tränkst Du mir den dürren Wald..."

Literarisch-musikalischer Morgen
der sinnlichen Zweideutigkeiten

mit Jony Freudenthal

am 21. September 2008, 11:00 Uhr, Polytope Morgengesellschaft



Mitte Juli 2008 startete unser Morgensalon - die Polytope Morgengesellschaft -, der erste Gastredner war Sten Linnander. Nun wollen wir für den 21. September, 11 Uhr ein zweites Mal zum Sonntagsbrunch einladen, der selbstverständlich wieder im französischen Kunstbistro "L'Aristokrassie" mit seinen leckeren Pasteten, französischen Nuss-Salami und warmen Kuchen stattfinden wird.

Unser Gastkünstler ist diesmal die Sängerin Jony Freudenthal. Jony Freudenthal liest, spricht und singt erotische Märchen und Lyrik aus der Feder der Berliner Autorin Anna Kühne. Wenn sie singt, begleitet sie sich mit einem auf deutschen Bühnen nur sehr selten anzutreffenden Instrument - einer über hundert Jahre alten Konzertina, deren Klang allgemein eher mit poltrigen Matrosentänzen in Verbindung gebracht wird als mit anspruchsvoller Bühnenkunst. Ihre Musik ist eher von altdeutschen und keltischen Traditionen beeinflusst - eine faszinierende Mischung. Das passt sehr schön zu Anna Kühnes Märchen, Liedern und Gedichten, deren Sprache oft ähnlich altertümlich daherkommt, ohne dabei antiquiert zu wirken. Wir finden: Mit ihrem hellen, klaren, dabei jedoch sehr wandlungsfähigen und ausdrucksstarken Sopran schlägt Jony Freudenthal ihre Zuhörer in magischen Bann. Passt also...

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der Polytopen Morgengesellschaft. Was das ist und wie sie funktioniert, erfährt ihr hier.
Wer interessiert ist und uns nicht kennt,
möge sich bitte frühzeitig bei uns melden.



Essen: Ganz wichtig das Thema, schließlich ist es ja ein Sonntagsbrunch. Wir bekamen das Angebot, unsere Polytope Morgengesellschaft im französischen Kunstbistro L'Aristokrassie stattfinden zu lassen. Machen wir natürlich, denn wir kennen keinen Sonntagsbrunch, der so leckere Pasteten, französische Salami und Käsespezialitäten bereit hält wie der von Christine. Und dann hoffen wir natürlich auf den warmen Kuchen. Ab 13 Uhr gibt's dann wahrscheinlich wieder Musik, wer ist noch nicht klar...

Veranstaltungsort: L'Aristokrassie im Belgischen Viertel in Köln; Bismarkstrasse 41, 50672 Köln; unweit der U-Bahn Stationen "Friesenplatz", "Hans Böckler Platz", "Köln West", Anfahrt hier.

Datum & Zeit: Sonntag, 21. September 2008, 11 Uhr

Kosten: Wir wollen selbstverständlich keinen Gewinn mit der Veranstaltung machen; also ist der Eintritt frei. Wer den Brunch genießen will, der natürlich was kostet, regelt das also mit der Theke. Die Anreise von Jony Freudentahl aus Berlin muß aber von uns finanziert werden. Also werden wir - wie beim letzten Mal - wieder Geld sammeln.


Und an alle Besucher, die über's Wochenende kommen oder aus Köln stammen: Denkt an die Demo und die Blockade gegen den Kölner Rassistenkongress:

Demo Sa. 20.Sept. ab 9 Uhr
und
Konferenz-Blockade ab morgens.

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Götter und Menschen

"Götter und Menschen"

Workshop zu Grundlagenfragen
animistischer und polytheistischer Traditionen

vom 8. - 10. August 2008, Köln



Im Herbst letzten Jahres veranstalteten wir mit dem Kulturtheoretiker und Philosophiedozenten PD Dr. Narahari Rao (Saarbrücken) und in Kooperation mit dem "Rabenclan - Verein zur Weiterentwicklung heidnischer Traditionen e.V." einen theoretischen Workshop zu grundlegenden Fragen beim Verständnis animistischer und polytheistischer Traditionen. Im Zentrum stand die Frage wie Rituale und die für naturreligiöse Traditionen eigentümlichen personalen Beziehungen zu Pflanzen, Tieren und Gegenständen zu einem guten und gelungenem Leben beitragen. (Bericht dazu hier.)

Nun wollen wir am Wochenende vom 8. bis 10. August über das Thema "Götter und Menschen" nachdenken. Im Zuge der Esoterik-Welle wurden Götter wieder populär, oft allerdings in verflachter, trivialisierter oder psychologisierter Form. Wir werden in unserem Workshop folgenden Fragen nachgehen: Was macht Götter aus? Warum haben Götter Schwächen und Grenzen? Was heißt es, wenn Götter ihre Grenzen überschreiten? Wie hängt das mit dem zusammen, wenn Menschen ihre Grenzen überschreiten?


Vorgesehene Gliederung der Diskussion

Freitagabend
19:00 - 21:30

Unterscheidungsgewohnheiten

Reflexion über Kategoriengewohnheiten (Category Habits)

Was heißt sich mit Vergangenheit zu beschäftigen bzw.diese zu studieren?

Unterscheidungsmuster und Bereitstellung neuer Kategorien und Kategoriegewohnheiten

Samstag
10:00-11:30
und
11:45 - 13:15

Unterscheidungsgewohnheiten

Diskussion des Textes: Dieter Birnbacher: „Sind wir für die Natur verantwortlich?“

Unterscheidungsmuster und Erzeugung von Welten

14:45 - 16:15
und
16:30 - 18:00

Götter: Objekte der Verehrung oder Verhandlungspartner?

Diskussion der Texte: Greek Religion und Roman Religion

Diskussion ausgewählter Verse der Bhagavad-Gita

Sonntag
10:00 - 11:30
und
11:45 - 13:15

Herstellung: Handwerkermodell versus Designermodell

Herstellung als Verhandlung versus Durchsetzung des Willens

14:45 - 16:00

Ethos:

Ist es möglich einen neuen Ethos zu gründen?

Issues to ponder

For the workshop on 8th to 10th August 2008
Often, in the public discussions on policy, the following contrast is made: Actions ensuing from 'feelings' versus those ensuing from norms and values. For example, opposition to atomic energy can be said to stem either from a fear of its radio-active consequences or from a norm that any technology with long term unalterable consequences need to be avoided. Similarly, one may support the voluntary euthanasia either out of sympathy for the patients' desire to avoid chronic pain, or out of a respect for the principle of 'autonomy of the individual'.

What is referred to by 'actions ensuing from feelings' are, usually, those routine actions we are accustomed to in the day-to-day life: For instance, if we see someone suffering from pain we tend to help to relieve it whenever and howsoever we can. Therefore let me call such actions as those in accordance with dispositions in contrast to those in accordance with explicitly formulated rules or norms.

In this reformulation, of course, the meaning of the original contrast alters. How and in what way? This will be one of the points for discussion in the work-shop.

The next point for our discussion will be a thesis which you may find vague and innocuous, or perhaps, controversial: Our habitat is made by actions ensuing from our habits. The actions ensuing from habits are broadly of two types: Actions of manipulating and actions of distinguishing our environment. When a chair is made out of wood we manipulate our environment. We distinguish it, in contrast, when we identify wood as distinct from living trees.

The above two categories of actions certainly inter-relate and interact, and thereby bring about different worlds. In some worlds there are gods and in some there are none. How and why we bring about the one or the other types of worlds to live, or even, whether we can deliberately bring about such worlds at all, is the main theme of our workshop.

Texts to read and reflect

You find attached two articles from Encyclopedia Britannica, one on 'Greek Religion' and another on 'Roman Religion'. What is needed for our purpose is only the reading and reflecting on introductory sections each. The articles are made available in full in case you have time and interest to read the whole of them. Also attached for re-reading is the text we discussed in the last workshop: Ernst Tugendhat, "Wem kann ich danken? Über Religion als Bedürfnis und die Schwierigkeit seiner Befriedigung" (Online-Version see here)

In addition I request you to read the following:
Dieter Birnbacher, "Sind wir für die Natur verantwortlich?" in: "Ökologische Ethik", Hrsg. v. Dieter Birnbacher, Stuttgart 2001, Reclam Universal-Bibliothek 9983.

Narahari Rao


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