Musenkuss von hinten

"Musenkuss von hinten"
Über die doppelte Wirklichkeit im rituellen Spiel der Gemeinschaft und anderen Grenzgebieten
mit Gandalf Lipinski
am 26. Oktober 2008, 12:00 Uhr, Polytope Morgengesellschaft
Das Rituelle Spiel ist eine spezielle Form des Körpertheaters. Es ist eine konzentrierte Form der Gruppenimprovisation und dient dazu, gemeinschaftlich und ganzheitlich ein Thema zu erkunden, das eine Gruppe oder Gemeinschaft von 8-15 Spielerinnen und Spieler umtreibt: Sich selbst körperlich, stimmlich, emotional und geistig erforschen, austoben und ausdrücken, persönliche Erfahrungen dem kollektiven Prozess zur Verfügung stellen, Muster des kollektiven Unterbewussten aufspüren und gestalten. Gandalf wird eine Einführung geben, wie dieses Spiel für gemeinscahftliche Projekte genutzt werden kann.
Wer Gandalf Lipinski trifft, fühlt sich unwillkürlich an einen feingeistigen Typus an Shakespeare-Schauspieler englischer Herkunft erinnert: Ein Prospero, der aus der Bühne gesprungen ist, und nun als selbstironischer, büchersammelnder Gentleman unter uns wandelt. Seinen markanten Vornamen hat er schon lange vor dem jüngsten Tolkien-Hype erhalten. Und doch spiegelt der Name seine Verbundenheit mit magisch-mythischen Stoffen. Gandalf ist seit über zwanzig Jahren Lehrer für Körpertheater, theatrale Tiefenarbeit und Rituelles Spiel.
Sein Diplom machte Gandalf als Schauspieler und Probenleiter an der Schauspielabteilung der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Später wurde er Mitbegründer der Theaterwerkstatt Hannover, Gründer und künstlerischer Leiter der Theaterschule TOC und des künstlerischen Langzeitprojekts ensemble 90, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Theatertherapie. Zugleich ist der Mann ein künstlerisch-politischer "Hans Dampf in allen Gassen": Seit langen Jahren ist er ein Aktivist bei jenen Bemühungen im grün-alternativen Lebensmilieu, die basisdemokratische, kommunitäre und zugleich globalisierungskritische Ansätze mit spirituellen, tiefenökologischen und persönlichkeitsbildenden Praktiken zusammenführen möchten - das ganze wird oft als "kulturkreative Bewegung" etikettiert. Gemeinsam mit weiteren Mitstreitern gründete er den Bildungsverein "Konvergenz-Gesellschaft". Ziel der Arbeit ist sowohl ein kritischer Blick für historische, politische und gesellschaftliche Zusammenhänge als auch der Aufbau von persönlicher und sozialer Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft.
Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen der Polytopen Morgengesellschaft. Was das ist und wie sie funktioniert, erfährt ihr hier.
Wer interessiert ist und uns nicht kennt, möge sich bitte frühzeitig bei uns melden.
Essen: Ganz wichtig das Thema, schließlich ist es ja ein Sonntagsbrunch. Wir bekamen das Angebot, unsere Polytope Morgengesellschaft im französischen Kunstbistro L'Aristokrassie stattfinden zu lassen. Machen wir natürlich, denn wir kennen keinen Sonntagsbrunch, der so leckere Pasteten, französische Salami und Käsespezialitäten bereit hält wie der von Christine. Und dann hoffen wir natürlich auf den warmen Kuchen.
Veranstaltungsort: L'Aristokrassie im Belgischen Viertel in Köln; Bismarkstrasse 41, 50672 Köln; unweit der U-Bahn Stationen "Friesenplatz", "Hans Böckler Platz", "Köln West", Anfahrt hier.
Datum & Zeit: Sonntag, 26. Oktober 2008, 12 Uhr
Kosten: Wir wollen selbstverständlich keinen Gewinn mit der Veranstaltung machen; also ist der Eintritt frei. Wer den Brunch genießen will, der natürlich was kostet, regelt das also mit der Theke. Die Anreise von Jony Freudentahl aus Berlin muß aber von uns finanziert werden. Also werden wir - wie beim letzten Mal - wieder Geld sammeln.
Veranstaltungsort: L'Aristokrassie im Belgischen Viertel in Köln; Bismarkstrasse 41, 50672 Köln; unweit der U-Bahn Stationen "Friesenplatz", "Hans Böckler Platz", "Köln West", Anfahrt hier.
Datum & Zeit: Sonntag, 26. Oktober 2008, 12 Uhr
Kosten: Wir wollen selbstverständlich keinen Gewinn mit der Veranstaltung machen; also ist der Eintritt frei. Wer den Brunch genießen will, der natürlich was kostet, regelt das also mit der Theke. Die Anreise von Jony Freudentahl aus Berlin muß aber von uns finanziert werden. Also werden wir - wie beim letzten Mal - wieder Geld sammeln.
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