Tom Sawyer – Flunkern, Funkeln, Flagellanten

.

Ein Abendworkshop mit S&M für alle Rollenspieler, Aufschneider und Abenteurer

.

Freitag, den 05. Juli

19:19 – 22.22 Uhr

..

.

.

S & MEin immersiver, improvisierter, theatraler Workshop. Eine Entdeckungsreise ins innere Selbst, in die Unbefangenheit der eigenen Kindheit und Jugend, eine Konfrontation mit den Ängsten des Angebens, Aufgebens und Aufwachsens, aber auch – ganz im futuristischen Sinne – die Erfahrung der „Wollust, ausgepfiffen zu werden.“ Ausgehend von Mark Twains literarischer Vorlage werden wir gemeinsam in kleinen Gruppen Situationen erkunden, die dem lustvollen Versteckspiel von Macht, Stolz, Unterwerfung, Scham, Erniedrigung und Demut näher stehen als vermutet und euch die Möglichkeit geben, im Spiel diese Zustände zu erfahren und weiterzuentwickeln. Bequeme Kleidung ist von Vorteil. Etwa 10 Teilnehmer*innen.

Zeit und Ort:

Freitag 05. Juli / 19:19 Uhr
Dauer etwa 120 Minuten plus eine Nachbesprechung

Werkstatt Dritter Ort
Köln-Höhenhaus

Muss ich das Buch kennen?

Nein, musst du nicht. Allen werden die wesentlichen Aspekte des Buchs durch eine kurze Lesepassage noch einmal ins Gedächtnis gerufen oder neu zugänglich gemacht. Anschließend übernehmen die Teilnehmer nach einem assoziativen Auswahlverfahren verschiedene Rollen aus dem Buch und versetzen sich in deren emotionale Ausgangssituation und entwickeln diese 1) mit Hilfe der Buchvorlage, 2) ausgehend von Handlungsanweisungen, die sie von den Workshopleitern erhalten haben und 3) eigenen Ideen und Impulsen folgend weiter und schreiben somit nicht nur den literarischen Werdegang der Figuren fort, sondern erweitern auch ihren persönlichen Erlebnishorizont (in der Maske vom Twains Figuren). Realität und Fiktion vermischen sich und lassen etwas Neues, möglicherweise Unerhörtes entstehen, was weder zu Papier gebracht noch festgehalten wird, sondern sich einzig im momentanen Handeln und der Erinnerung der Teilnehmenden manifestiert.

Workshop-Leitung:

S (Sabine) & M (Marc) bringen mehr als 25 Jahre Erfahrung aus darstellender und bildender Kunst mit. Regie, Improvisation, Körpersprache und Performancetechniken bilden die Grundlage ihres theatralen Konzepts. Waren sie bislang alleine unterwegs, bauen sie seit ihrer ersten Begegnung auf einer Unisex-Toilette der Kölner Fremdenlegion verstärkt Gender- und „BDSM“- Bezüge in ihre gemeinsamen Projekte ein. Dabei nehmen sie den Kampf gegen Schubladen und Normierungen auf und finden generell Buchstabenzusammenballungen wie „BDSM“ doof und würden diese gerne (zer)schlagen. Etikette statt Etiketten.

Teilnahmegebühren und Anmeldung:

Workshop-Kosten: Die Teilnehmer*innen haben die Möglichkeit, diesen neuen Workshop als Erste zu besuchen; er wird einmalig als „Early Bird“ Variante zum Preis von 25 – 50 EUR nach Selbsteinschätzung angeboten.

Wir raten zu einer zügigen An­mel­dung. Eure Anmeldung gilt als verbindlich – bitte seid fair und sagt gegebenenfalls frühzeitig ab. Etwa 10 Teilnehmer*innen.

Bequeme Kleidung ist von Vorteil.