Zukunftswelten

Küchengespräch mit Sebastian Gallehr

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mit am Tisch: Julio und Steffi

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am 25. Mai von 20:00 bis 22:30 Uhr

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Nann im Imkeranzug umgeben von Bienen

Umweltschutz ist mehr als im Bioladen einzukaufen. Wenn wir nicht auf Medikamente, Metallschrauben, Brillengläser, Züge und Küchenlampen verzichten wollen, müssen wir ganze Industrien umbauen. Sebastian Gallehr hilft als Umweltberater der Industrie, ihre Produktion klimafreundlicher zu machen. Er hat viele Jahre einen europäischen, ökologisch orientierten Wirtschaftsverband als Vorsitzender geleitet und nahm als kritischer Interessenvertreter der grünen Wirtschaft an den UN-Klimaverhandlungen teil. Zudem hat er die EU-Kommission im Bereich Umweltinnovation beraten; diverse Unternehmen angeregt oder initiiert; war intensiv involviert in ein europäisches Netzwerk für Klimaforschung. (Und Bienen versucht als Privat-Imker auch noch zu retten.)

Kann man Konzerne wirklich zum Klimaschutz bewegen? Ist eine umweltfreundliche Technologie machbar? Wie kann so ein Industrieumbau aussehen? Ist das alles Schwindel? Bringen die Klimaverhandlungen wirklich was? Wie unterscheiden sich Politiker, Manager, Wissenschaftler, wenn es um Umweltschutz geht? Was bereut man als Manager und Umweltlobbyist?

Mit am Tisch: Julio und Steffi.

Einlass: 19:30, Beginn: 20:00

Küchengespräch mit Sten Linnander über Zeit, Welt, Träume und Visionen

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mit am Tisch: Julio und Steffi

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am 17. November (Freitags) von 20:00 bis 22:30 Uhr

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lächelnder Mann mit Blumenringen behangen und Blütenblätter auf dem KopfWie lebt man seine heiligen Träume und Visionen? Der Schwede Sten Linnander ist ein kosmopolitischer Freigeist, dessen persönliche Originalität und Integrität ihm weltweit Türen geöffnet haben. Seit 40 Jahren beschäftigt er sich damit, alternative Weltsichten mit dem gesellschaftlichen Mainstream in Dialog zu bringen. Wie ein Diplomat wechselt er zwischen unterschiedlichsten Welten:

In den 80ern baute er mit Gleichgesinnten ein großes deutsches Kommuneprojekt auf. Später ließ er in einem freien Bildungsträger häretische Naturforscher aus allen Teilen der Welt sprechen, organisierte ein internationales kommunales Friedensnetzwerk rund um den Nordpol oder kleine, exemplarische Unterstützungsprojekte für Hilfslieferungen und Knowhowtransfer in die zusammenbrechende Sowjetunion. In den 90ern startete er mit anderen ein US-Netzwerk für alternative Kultur, Gemeinschaft und neue Beziehungsformen und siedelte auf einer Ranch in Arizona. Der studierte Geophysiker ließ sich indianische Zeremonialmagie beibringen, traf sich mit russischen Diplomaten und der NASA, engagierte sich für ein Satellitenprojekt (um der Menschheit Live-Aufnahmen der Erde zugänglich zu machen), verwaltet den Nachlaß des Wirbel-Forschers Alfred Wakeman, half bei der Lancierung einer Kampagne gegen Prügelstrafe in den USA, brachte ein Gesundheitsprojekt in abgelegen Regionen Nepals auf dem Weg. Und schließlich schrieb in mehrere Sprachen übersetzte Bücher, in dem er von seinen Unterhaltungen mit der Erde berichtet – wohlwissend, dass das recht esoterisch, wenn nicht sogar abstrus wirkt.

Stens Leben ist geprägt von einem tiefen Engagement für geistige Weite und dem Glauben, dass die Welt und die Menschen wesentlich mehr Dimensionen und Möglichkeiten aufweisen, als uns unsere Umgebungskultur vermittelt. Manche der von ihm vorangetriebenen oder unterstützten Projekte scheiterten oder verpufften, manche erlagen dem allzu menschlichen Drang nach Manipulation und Ideologie, andere strahlten aus und vervielfältigten sich als Graswurzelprojekte. Alle sind gezeichnet von der stetigen Frage, wie man intellektuell redlich und menschlich offen seiner Begeisterung und Neugier folgt, wenn auf der eine Seite die Gesellschaft Normalität und auf der anderen Seite die weltanschaulichen Avantgarden und Außenseiter Heilslehren und Gefolgschaft predigen. Wir wollen mit Sten über Undergroundkultur, seinen Lebensweg, seine Sicht auf Zeitreisen, Forschung, Spiritualität und manches andere reden.

Mit am Tisch: Julio und Steffi.
Einlass: 19:30, Beginn: 20:00

www.der-dritte-ort.org

Die „Kushiel“ Romane: ein sexueller und gesellschaftlicher Gegenentwurf

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Dialogischer Vortrag mit Judith Salamander

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am 28.Oktober (Samstag) von 19:30 bis 22:30 Uhr

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Bild Garten der Lüste

Die Fantasy-Triologie „Kushiel“ der US-amerikanischen Fantasy-Schrifstellerin Jacqueline Carey wurde international prämiert, ist aber in Deutschland nur einem kleinen Kreis an Fans bekannt, vermutlich auch aufgrund der unglücklichen Verlagswerbung. Die Romanreihe beschreibt in Form der alternativen Geschichtsschreibung ein fiktives Europa zur Zeit der Renaissance. Im Zentrum steht das Reich Terre D’Ange mit einer eigens von der Autorin entworfenen Kultur, Religion und Gesellschaftsstruktur. Anhand der Heldin namens „Phèdre nó Delaunay“, die in den höfisch strukturierten und politisch wirksamen „Nachtpalais“ als „Anguisette“ arbeitet, wird eine Welt entworfen, in der unterschiedlichste Spielarten der Erotik eine zentrale Rolle spielen – nicht nur im kulturellen Ausdruck, sondern ebenso in der Machtmechanik von Staat und Religion. Die moralische Lage der handelnden Menschen ist komplex und auch eine Philosophie der Liebe keineswegs ein sicherer Pfad ins persönliche wie politische Glück.

Welche Bilder und Konzepte bietet Kushiel für einen alternativen Umgang mit Sexualität, Erotik und Begehren? Können wir etwas lernen für unsere Kultur, deren zentrales Verständnis der Liebe im Gegensatz zu fiktiven Reich „Terre D’Ange“ jahrhundertlang durch das christliche Abendland und die griechisch-römische Ideenwelt entscheidend geprägt wurde?

Dieser Frage wird Judith Salamander (Schwelle 7, Berlin) in ihrem dialogischen Vortrag nachgehen. Judith studierte Literaturwissenschaften, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der popkulturellen Behandlung von erotischen Subkulturen und setzt sich mit dem Umgang von Körper- und Sexualitätskonzepten im politischen und öffentlichen Raum auseinander.

Die Veranstaltung ist Teil einer Vortragsreihe in der „Werkstatt Dritter Ort“, die sich den Themen Liebe, Wahnsinn und Tod widmet. Die „Werkstatt Dritter Ort“ ist ein nicht-kommerzieller Treffpunkt des Dritten Ortes auf der rechten Rheinseite in Köln. „Der Dritte Ort“ ist eine Handlungsgesellschaft, die an der Schnittstelle zwischen Kunst, Gemeinschaft, Sex, Wissen, Ritual und Politik verschiedene Aktivitäten durchführt. Sie besteht seit 2005.

www.der-dritte-ort.org

Anmeldungen zu dem Vortrag machen es leichter, die Anzahl der Besucher_innen abzuschätzen. Deshalb Anmeldungen bitte per E-Mail an folgende Adresse:
wir-dich-auch@der-dritte-ort.org

Eine genaue Anfahrtsbeschreibung schicken wir per E-Mail nach der Anmeldung.

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Plakat Neue Schar

Zusamenbruch des Alten!

Ein Küchengespräch mit Heide – Tochter von Friedrich Muck Lamberty

am 24. November 2016, 20:00 Uhr

Vor hundert Jahren verbreitete sich die sogenannte Bündische Jugendbewegung. Einer der kurzeitig bekanntesten Führer dieser Bewegung war der junge Drechsler Friedrich „Muck“ Lamberty. Die von ihm gegründete „Neue Schar“ zog tanzend durchs Land und verkündete eine „Revolution der Seele“.Die starren lebensfeindlichen Strukturen der alten Gesellschaft sollten durch „gesundes“ und „natürliches“ Jugendleben durchflutet werden. Die Mitglieder der Gruppe teilten ihren gesamten Besitz, ernährten sich vegetarisch, schliefen unter freiem Himmel und mieden Alkohol. Die traditionelle Volkskultur sollte modernisiert werden. Die Gruppe erzeugte durcn ihr Singen, Tanzen und Leben eine magnetische Wirkung auf zahllose Jugendliche und junge Erwachsene..Schließlich folgten ihr Tausende bei ihrem Zug durch Franken und Thüringen. Künstler und Intellektuelle wie Hermann Hesse, Heinrich Vogeler, der Maler Fidus, der Fotokünstler Umbo setzten sich mit der Bewegung auseinander. Als um Muck Lamberty ein Skandal ausbrach, da er mehrere Geliebte in der Gruppe hatte und zwei Frauen zugleich schwängerte, setzte heftige Kritik in der Presse ein. Die „Neue Schar“ zerfiel.

Doch auch danach beschäftigte sich Muck Lamberty mit Gemeinschaftsleben, alternativen Wirtschaftsformen, Pazifismus, Gesundheit und Ökologie. Er gründete ein Kollektiv an Holzhandwerkern – die „Werkschar“ – mit einem eigentümlichem Design. In einem Bekanntenkreis von Prominenten wie etwa Käthe Kruse, Stefan George, Johannes R. Becher, Karl Hofer, Leni Riefenstahl, Mary Wigman, Silvio Gesell und Martin Niemöller unterhielt er einen regen Austausch über die Anliegen der Jugendbewegung. Muck hatte teilweise völkische und rassistische Überzeugungen, war aber kein Nationalsozialist. Im Dritten Reich geriet er aufgrund „politischer Unzuverlässigkeit“ in das Visier der Nazis und in Haft.

Heide ist die Tochter von Muck Lamberty. Sie selbst gehörte in den frühen 80er Jahren zur Friedens- und Anti-Atomkraftbewegung. Ein wegweisendes Urteil des Bundesgerichtshofes zum Demonstrationsrecht geht auf ihre Klage zurück. Das Team der Werkstatt hat an vielen Abenden mit Heide am Küchentisch anregende Geschichten aus ihrem reichhaltigen Leben hören dürfen. Diese Atmosphäre möchten wir mit Euch teilen und werden an diesem Abend über ihren Vater als einen der Grossväter heutiger alternativer Lebensstile sprechen.

Mit am Tisch: Julio und Steffi.

Einlass: 19.30, Beginn: 20.00

Anmeldungen zu dem Vortrag machen uns die Abschätzung der Anzahl der Besucher_innen einfacher. Wir freuen uns also über Anmeldungen vorab.

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Aug 082015

Den Himmel essen

Sommer, unaufhörliches Verlangen
Den Himmel zu essen
Die Sterne zu trinken

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Marseille in Köln

Eine Sommer Party von Steffi

Samstag, den 8. August 2015

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Du bist eingeladen zu einem kleinen Marseille-Fest mit Musik, Tanz, Fotos von urbaner Street Art und der Landschaft der Provence, echter Bouillabaisse, veganen Genüssen, Planschbecken und Wein.

Marseille ist eine heiße, dreckige, brodelnde Multikulti-Stadt voller Farben, Musik und Essen. Ihre Schönheit erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Doch schon nach kurzer Zeit taucht man in die wimmelnde Lebendigkeit ein, trifft faszinierende Menschen und entdeckt einen spannenden Ort nach dem anderen

Seit meiner Reise dorthin beschäftigen mich verschiedene Fragen: Was macht die Spannung in Großstädten aus? Wie begünstigt die Ballung so vieler verschiedener Menschen die Entstehung von Kultur und Subkulturen, von denen in Marseille so viele zu finden sind? Wie gehören arm und reich zusammen, die in einer solchen Start derart kontrastreich nebeneinander stehen? Und was fasziniert uns daran? Auf welche Art sind die Menschen in der Stadt aufeinander angewiesen? Erkennen sie dies? Wie unterstützt man sich gegenseitig, um den gemeinsamen Lebensraum gedeihen zu lassen?

Ich möchte mit Freunden und Freundinnen des Dritten Ortes am Samstag, den 8.8. ab 18 Uhr einmal wieder Schritte auf dem Weg zu unserer gemeinsamen Traumstadt unternehmen. Wir möchten dafür Marseille in die Werkstatt und in den Hof vor der Werkstatt holen. Für einen Abend werden wir diesen Raum gemeinsam mit Dir verwandeln. Von der Hafenstadt am Golfe du Lion habe ich Ideen, Bilder, Getränke, Kochkünste mitgebracht, die ich in unseren urbanen Topf werfen.

Die Party steigt am Samstag, den 8. August 2015 ab 18 Uhr – aber nur bei Sommerwetter. Helfer, die ab 12 Uhr kommen möchten, sind hochwillkommen. Auf der Party lassen wir einen Hut für Spenden herumgehen.

Jun 212014

Gemälde im Wald, dass ein Etwas zeigt


Feld 1 ./. Feld 2

Aktion des Dritten Orts

auf dem Fünfzehnten Treffen des Polyamoren Netzwerks

(17. – 22. Juni 2014, Truckenthal)

Dieser Abschnitt des Wirklichkeitsberechtigungsscheins ist nur vollständig gültig. Bitte setzen Sie sich mit den anderen drei Anspruchsberechtigten in Verbindung. Eine Ausübung der Wirklichkeitsberechtigung bitten wir an der Liebeslade zu melden. Sie wird gratifiziert.

Silvester-Treffen 2013

Wer will ich gewesen sein?

(27.12. 2013 – 01. Dez. 2014)

Der Dritte Ort trifft sich mal wieder zum Jahreswechsel. Wir haben uns diesmal entschlossen, auf dem Silvester-Treffen 2013 in erster Linie sogenannte „Weltverbesserer“, „Gut-Menschen“ und/oder „Do-Gooder“ zu versammeln – wir kennen in unserem persönlichen Umfeld eine ganze Reihe. Damit meinen wir Menschen, die einen Hang dazu haben, uneigennützig und mit Hingabe sich für das Glück anderer einzusetzen. Wir wollen also engagierte Menschen versammeln, die Gemein-Wohl schaffen – ganz gleich, ob sie das durch eigene Projekte/Aktionen tun oder sich an Projekten/Aktionen anderer beteiligen und unabhängig davon, ob sie aktuell engagiert sind oder dies hauptsächlich in der Vergangenheit waren und nun eine Auszeit brauchen. Wir glauben, dass solche Leute ganz eigene Fragen, Themen, Sorgen und Schwächen haben und es ihnen gut tut, sich im überschaubaren Kreis mit „Gleichgestrickten“ über Erfahrungen, Vorhaben, Sackgassen, Irrläufer auszutauschen. Uns geht es also um eine Gelegenheit zum freien Austausch unter Gleich/Ähnlichgesinnten: Was sind aktuelle oder zukünftige Vorhaben? Was habt wurde erreicht? Was sind Wünsche, Ziele, Nöte? Wo verrennt man sich und verliert sich oder andere aus den Augen? Wer kann wen unterstützen? Oder auch mal ausbremsen? Es sind diesmal genug Verrückte da, die sich mit Euch austauschen wollen und können.

Selbstverständlich freuen wir uns, wenn Ihr eigene Programmangebote, Beiträge oder was auch immer zur Verschönerung und Bereicherung des Jahresausklangs einbringen wollt. Insgesamt stehen uns ein kuscheliges Kaminzimmer für besondere Runden und zwei Seminarräume zur Verfügung, die man nutzen kann. Wichtig ist uns: der Wille, eine gemeinsame Zeit und einen gemeinsamen Raum zu schaffen, der jede und jeden einschließt, der das möchte und soweit er/sie das möchte; die Offenheit von allen Teilnehmerinnen der gesamten Gruppe gegenüber; der Wunsch, das Leben der anderen durch das eigene zu bereichern – indem man ist, was man tut.

Tonosterhasi bei Blumen

Cologne Commons 2013

Allmenden in Wissenschaft, Kultur und Alltag

am 17. und 18.10. 2013 in Köln

Vom 17. bis 18. Oktober findet zum dritten Mal die »Cologne Commons« statt – eine Verbindung aus Festival und Konferenz zu frei zugänglicher Kunst, Kultur und Wissenschaft sowie gemeinschaftlich genutzten Ressourcen des täglichen Lebens. Erstmals kombiniert die Cologne Commons damit »digitale« und »analoge« Themen: Junge Bands, die durch freie Musik im Internet bekannt werden, oder Doktorarbeiten, die für alle einsehbar sind – was hat das mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten, solidarischer Landwirtschaft oder kostenlosen Do-it-Yourself-Kursen zu tun?

Mehr, als auf den ersten Blick ersichtlich. »Alle tragen freiwillig nach selbst gewählten Spielregeln zum Gelingen des Ganzen bei«: Dies ist ein Prinzip der im Internet praktizierten Gemeingüter-Ökonomie, in der Fachsprache »Peer-Produktion«. Kooperation gewinnt, nicht das Streben nach maximalem Profit – das sind bei Licht betrachtet auch die Ziele einer ökologisch orientierten Ökonomie. Nutzergemeinschaften pflegen urbane Gärten, offene Werkstätten und Umsonstläden bieten in der Stadt Alternativen zur Konsumkultur, Ökodörfer entwickeln innovative Formen von »Schenkökonomie« und gemeinschaftlich verwalteten Ressourcen. Der »digitale« und der »analoge« Strang der Commons-Debatte finden selten zusammen, dabei liegt genau in seiner Verbindung ein großes Innovationspotenzial für einen Wandel hin zu einer enkeltauglichen Gesellschaft. Die Cologne Commons bietet die Chance, auf einem Musikfestival und einer Fachkonferenz den Wind des Wandels zu schnuppern und ihn selbst mitzugestalten.

Das Musikfestival wird am 18. Oktober 2013 abends im Musikclub „Gebäude 9“ in Köln-Deutz stattfinden. Mit »Von Korf« (Indie-Krautrock), »Die Formation Doppelherz 2000« (Hedonismus), »ZOE.LEELA« (Trip Hop/House) sowie »Pandafilm« (Acid) könnten die Bands nicht unterschiedlicher sein. Sie verbindet, dass alle ihre Musik zum legalen, kostenlosen Download ins Netz stellen und das Kopieren, Remixen und Mashups erlauben. Die Künstler basteln an einer Zukunft, in der die Musik wieder als Kunst und nicht als Produkt wahrgenommen wird. Das passt ganz zur Philosophie der Bewegung für ökologische Commons: Sie wünschen sich eine Zukunft, in der Natur vor allem als Lebensquelle und nicht als ausbeutbarer Rohstoff für käufliche Produkte gesehen wird.

So verspricht die Cologne Commons einen spannenden Brückenbau. Zu den Referentinnen und Referenten der Fachkonferenz gehören unter anderem die Gemeingüter-Expertin Silke Helfrich, der Filmkomponist Matthias Hornschuh, Wolfgang Senges vom Alternativen Musik-Lizenzierungsprojekt CS3, Elisabeth Voß, Pionierin der solidarischen Ökonomie und Johannes Heimrath, Herausgeber der Zeitschrift Oya. Sie werden gemeinsam mit dem Publikum der Frage nachgehen, wie die ermutigenden Beispiele gelingender Kooperation in der digitalen wie der ökologischen Commons-Welt Impulse für zukunftsfähige Ökonomien und Lebensstile geben können.

Weitere Infos unter: http://cologne-commons.de

Der digitale Strang wird inhaltlich betreut durch das Institut für Linguistik – Phonetik der Universität zu Köln mit Unterstützung durch den kulturverein „Purer Luxus e.V.“. Der analoge Strang wird inhaltlich betreut durch das Global Ecovillage Network Europe und dem European Business Council for Sustainable Energy (e5), die im Rahmen des Projekts „Modelle gelebter Nachbarschaft“ die Gemeingüter-Ökonomie von Ökodörfern und städtischen Gemeingüter-Initiativen untersuchen. Der Dritte Ort wird die Konferenz vor Ort organisatorisch unterstützen.

Cologne Commons Konferenz
Donnerstag 17.10. bis Freitag 18.10.2013
Jeweils von 10 bis 18:30 Uhr
Seminargebäude, Universität zu Köln, Universitätsstraße 37 & 16a, 50931 Köln
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

Cologne Commons Festival
Musikclub »Gebäude 9« Deutz-Mülheimer-Strasse 127-129, 51063 Köln-Deutz
Freitag 18.10.2013
Einlass: 20 Uhr. Beginn: 21 Uhr pünktlich!

KÖLNER REGIONALFORUM

FÜR ALTERNATIVES WIRTSCHAFTEN

29./30. August 2009, Köln

Zukunftsfähige Modelle für Leben, Arbeit, Wirtschaften


Sonntag, 30. August
10 Uhr Gemeinsames Plenum, Vorstellung; 11 – 13 Uhr Open Space Arbeitsgruppen; 13 – 14:30 Uhr Mittagsessen, 14:45 – 16:45 Open Space Arbeitsgruppen; 17 Uhr bis 18:00 Abschlussplenum

Am Sonntag wird nach der Open Space Methode moderiert – es gibt also ein paar Regeln, aber so gut wie keine Vorgaben, die TeilnehmerInnen entscheiden selbst, welche Arbeitsgruppen angeboten werden und wer woran teilnimmt. Mehr Informationen dazu hier oder hier.

Organisatorischer Kontakt
regionalforumwirtschaft [at-Zeichen einsetzen] der-dritte-ort [Punkt] org

Absicht:

Das Netzwerktreffen versammelt unterschiedliche Initiativen und Organisationen, die alternatives Wirtschaften real praktizieren. Was der Begriff „alternatives Wirtschaften“ bedeutet, wird dabei bewusst offen gelassen, das Spektrum der eingeladenen Projekte reicht von Arbeit, Leben, Ressourcen teilen, Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen bis zu Produktion und Geschäfte machen. Es geht jedoch um zukunftsfähige Modelle für Leben, Arbeit und Wirtschaft, die sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit und sozialer und kultureller Integrität orientieren. Ziel des Treffens ist es zu prüfen, wo Möglichkeiten zur Kooperation bestehen, um viel versprechende Ansätze weiterzuentwickeln oder bestehende Projekte auszubauen.

Bericht:

15 Unternehmen, Organisationen und Initiativen folgten der Einladung und deckten die unterschiedlichsten Bereiche der Gesellschaft ab. So gab es Vertreter einer ethischen Vermögensverwaltung, einer entwicklungsorientierten Mikrokreditorganisation, einer Wohngenossenschaft, einer Ökomesse, eines großen Meditations- und Therapiezentrums, eines Label für freie Musik, einer Genossenschaft für humanes Wirtschaften, zudem Menschen aus diversen Kultur- und Gemeinwohlprojekte.

Am Vormittag stand die Frage im Zentrum, was die unterschiedlichen Gruppen bei der Zielsetzung und Arbeits- und Produktionsweise verbindet. Anstatt Profitorientierung wurden wesentlich weitergehende Zielsetzungen des eigenen Wirtschaftens formuliert: neben der Existenzsicherung der Beteiligten gehe es um Lebensentfaltung, Gemeinwohl, Kooperation und Identifikation mit der eigenen Arbeit. Eigentum und Eigentumsmehrung wurde nicht als Selbstzweck empfunden, sondern in seiner Beziehung zum allgemeinen Wohl und sozialen Pflichten gesehen. Der Ressourcenverschwendung und Ignoranz gegenüber den sozialen und kulturellen Wirkungen des eigenen Wirtschaftens hielt man ethisch sensible und ökologisch sanfte Produktionsweisen entgegen sowie die Pflicht, sich umfassend über eingekaufte Produkte und Dienstleistungen zu informieren und möglichst alle relevanten Betroffenen einer Wertschöpfungskette zu berücksichtigen (soweit dies ethisch sinnvoll ist).

Der Nachmittag diente dem Austausch über mögliche Projekte und gemeinsame Aktionen. Konkretes Ergebnis war eine gemeinsame Initiative einiger Akteure zur Verringerung der Ressourcenverschwendung örtlicher Abfallentsorger sowie die Konzeption einer Dienstleistungsbörse, die an einem ethisch-ökologischen Wirtschaftskodex orientiert sein soll. Für viele Teilnehmer war die Möglichkeit in Tuchfühlung und Austausch mit Vertretern von anderen, ihnen unbekannten Gruppen zu kommen, eine der wichtigste Errungenschaften des Tages. Einhellig wurde beschlossen, sich im Frühjahr 2010 wieder zu treffen.

Initiatoren:

J. Lambing – European Business Council for Sustainable Energy (e5).
Der Wirtschaftsverband e5 wurde 1996 als Interessenvertretung jener Branchen und Unternehmen gegründet, die sich für eine nachhaltige Energieversorgung und ambitionierte Klimaschutzpolitik stark machen. e5 beschäftigt sich derzeit u.a. mit der Frage, was die Wirtschaft von nachhaltigen und innovativen lokalen Milieus lernen kann, um klimaschonende Lebensstile zu verbreiten und die notwendige technologischen Revolution zu fördern. Herr Lambing ist Geschäftsführer von e5.
www.e5.org

J. Hülkenberg, denk!BAR® mobil
J. Hülkenberg ist freiberuflicher Diplomsozialpädagoge, Berater des Diözesanrates Köln und Mitbegründer der bundesweiten Initiative „Regionaler Aufbrauch„. Die denk!BAR®mobil ist eine Heimstatt für kreative Denker, die auf lokaler Ebene Gemeinden, Initiativen, Institutionen und Verbänden eine Werkstatt für Bürgerbeteiligung und Gesellschaft-Design zur Verfügung stellt.
www.huelkenberg.de

Administration/Organisation:

Der Dritte Ort unterstützt das Projekt administrativ und organisatorisch. Gastgeber des Treffens ist die Beschäftigungsförderungsinitiative „Jack in the Box“ in Köln-Ehrenfeld.

Jul 132008

Frau vor Erdkugel

„EARTH-A-LIVE“

Ein planetarisches Kunstprojekt
von Sten Linnander

am 13. Juli 2008, 11:00 Uhr, Polytope Morgengesellschaft

Sten Linnander präsentierte ein Projekt, durch das es möglich wird unseren Planeten als Kunstwerk und als intimen Freund zu erleben. Er ist fest überzeugt: Diese Begegnung mit der Erde könnte uns eine neue, gemeinsame, für alle ersichtliche Perspektive für das Leben auf unserem Heimatplaneten bieten. Sie öffne Tore für ein neues Bild der Erde, aber auch für ein neues Bild des Menschen und unserer intimen Verbindung mit der Erde und dem Universum.

Wie es zu diesem Projekt kam ist eine geistige Abenteuerreise für sich, von der Sten Linnander (58) berichten wird. Der Sohn eines schwedischen Juristen in internationalen Regierungsdiensten und einer frühen Aktivistin gegen Frauenbeschneidung wuchs u.a. im Nepal und Afghanistan auf und studierte später Geophysik. Der humorvolle, kosmopolitische Freigeist bewegt sich seit langen Jahren in alternativen Forschungszusammenhängen jenseits des wissenschaftlichen Mainstreams und steht im Austausch mit den ungewöhnlichsten Denkern, Bastlern und Erfindern. Als Kenner vieler sozialer Experimente war er vor 30 Jahren am Aufbau eines umfassend angelegten, alternativen Gemeinschafts- und Siedlungsprojekt beteiligt, das er Mitte der 90er verließ. Derzeit kümmert er sich darum, dass ein Satellit mit bemerkenswerten Aufgaben ins Weltall kommt.

Wir sind gespannt.

Dies ist die erste Veranstaltung im Rahmen der Polytopen Morgengesellschaft. Was das ist und wie sie funktioniert, erfährt ihr hier.
Wer interessiert ist und uns nicht kennt,
möge sich bitte frühzeitig bei uns melden.

Essen: Ganz wichtig das Thema, schließlich ist es ja ein Sonntagsbrunch. Wir bekamen das Angebot, unsere Erste Polytope Morgengesellschaft im französischen Kunstbistro L’Aristokrassie stattfinden zu lassen. Machen wir natürlich, denn wir kennen keinen Sonntagsbrunch, der so leckere Pasteten, französische Salami und Käsespezialitäten bereit hält wie der von Christine. Und dann hoffen wir natürlich auf den warmen Kuchen. Ab 13 Uhr gibt’s dann Jazz von der Band „Shellac„.

Veranstaltungsort: L’Aristokrassie im Belgischen Viertel in Köln; Bismarkstrasse 41, 50672 Köln; unweit der U-Bahn Stationen „Friesenplatz“, „Hans Böckler Platz“, „Köln West“, Anfahrt hier.

Datum & Zeit: Sonntag, 13. Juli 2008, 11 Uhr